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Berichte 2015

Fahrerportrait KW Berg-Cup Teilnehmer  Werner Walser


Werner Walser aus Höchst Vorarlberg im Bezirk Bregenz – Österreich hat bisher ein spannendes Leben mit vielen Höhen und Tiefen erlebt. 


Nachdem er das Bundesheer hinter sich hatte, war er laut eigener Aussage „eigentlich erst einmal zu faul zum Arbeiten“.  Also ist er losgezogen und hat ein paar Mädels die er in der Heereszeit kennenlernte in Deutschland besucht. Das hat ihn dann bis nach Hamburg gebracht. Hier ist er als „Sandler“ oder „Penner“ für ein Jahr hängen geblieben. Wenn er Geld benötigte ist er in den Hafen um dort als Tagelöhner Kaffeesäcke zu schleppen, oder um auf Prostituierte im Fischereihafen aufzupassen. Ansonsten ist er umhergestrolcht bis ihn die Polizei aufgegriffen hat. Die haben ihn mit den achtern an der Hand nach Lindau „verfrachtet“ wo er von seinem Dad ausgelöst wurde. Als „Belohnung“ gab es eine links und eine rechts.  Daraufhin folgte ein Jahr im selben Dilemma nur in einer anderen Stadt. Und zwar in Salzburg. Irgendwann ist er darauf gekommen das das nicht richtig ist und so nicht weiter gehen kann und versuchte von diesem Metier los zu kommen, hat sich Arbeit gesucht  und zunächst, sowie es in Österreich Pflicht ist, erst mal sämtliche Sozialhilfe die er bezogen hatte zurückbezahlt.

Danach hat er eine Frau (Eveline) kennengelernt  mit der er 3 Kinder hat. (Melanie, Robert und Norbert). Robert  ist leider bereits nach 3 Monaten an Kindstod gestorben.  2 Kinder (Armin und Gerald) hatte sie schon, welche Werner angenommen hat. Später brachte der „Storch“ in Karlsruhe noch eine Nachzüglerin - Miriam.

1999 als die Scheidung im Hause war, fing er an mit dem Off Road und 4x4 Trial Sport. Da hat er die VTM (Vorarlberger Trial Meisterschaft) gegründet und angefangen Eurotrial zu fahren. Das erste Mal im Jahr 2000 in der Schweiz. Werner ist auch der Gründer der österreichischen Staatsmeisterschaft und der ÖGTV (Österreichischen Geländewagenvereinigung). Nach der Gründung des 4x4 Trial Clubs organisierte er die Europameisterschaft in Vorarlberg und Führte diese auch als Veranstalter durch.
2005 ging es ein Jahr zum Arbeiten nach Manchester, woraufhin er sich am Ende des Jahres seinen ersten Porsche 911 zulegte, mit dem er mehrere Oldtimerveranstaltungen fuhr. Teilweise auch Berg und Langstreckenrennen. Mit 55 Jahren fing er an Bergrennen zu fahren.

Seine bisher größten Erfolge sind:
1999 der 3. Platz beim Geländewagentrial in Gibswil - Schweiz in der Klasse der verbesserten Fahrzeuge auf Puch G.
2001: 5. Platz der Nationenwertung für Österreich im Eurotrial in Langenaltheim (Deutschland) auf Puch G.
2007: 9. Platz Rallye Baden Württemberg gesamt Klasse HRC (Historic Rallye Cup)
2007: 2. Platz der Schlossberg Historic
2007: 5. Platz Internationales Jochpass Memorial
2010: Gesamtsieg Castrol Cupslalom Klasse Hi (historisch) auf Porsche 911 Bj. 1970
2011: 4. Platz 100km Langstreckenrennen Red Bull Ring auf Porsche 911
2012: 6. Platz 1000km Langstreckenrennen RedBull Ring auf Porsche 911
Durch einen guten Freund kam er dann auf sein jetziges Auto. Einen Opel Kadett C Limousine. Gekauft hat er das Auto von Alex Hin. Aufgebaut wurde es von Heiner Wurst.
In dem Kadett ist ein 2,4 Liter Motor mit ca. 250 PS von Frank Motorsport verbaut. Das Auto hat ein Gewicht von 850 Kg. Womit das Fahrzeug für die Gruppe E1 Bergrennen zugelassen ist, in der er auch startet. Für die Saison 2015 hat Werner den Frontspoiler gerichtet und die Seitenschweller etwas abgeändert.

Zum KW Berg-Cup ist er 2014 durch Freunde und Internet Bekannte gekommen.  Und da es hier sehr Familiär zugeht wird er, so ist sein Plan, dem Cup auch eine Weile erhalten bleiben.
Auf die Frage was für ihn das besondere oder faszinierende an Bergrennen ist, antwortete er: „Das ich nur gegen die Zeit fahre, keine direkten Gegner auf der Strecke  habe, und das Feeling mit den Zuschauern am Berg bei der Rückführung“.
Seine Motorsportlichen Ziele sind: „Einfach Spaß haben, leben und nehmen was die Zeit zulässt“
Gesponsert wird Werner von Schertler Transporte, MBP KFZ Technik und peko Werbung.


Ich bedanke mich für das Interview und wünsche viel Glück und Erfolg für die kommende Saison.

Text und Fotos: Harald Jordan - 01.04.2015