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Berichte 2015

WEC - Heimsieg für Porsche am Nürburgring


Große Kulisse am Nürburgring beim vierten Lauf zur FIA World Endurance Championship (WEC)

  • Porsche gewinnt beim Sechs-Stunden-Rennen vor Audi
  • Ex-Formel-1-Pilot Mark Webber, Timo Bernhard und Brendon Hartley siegen
  • Volle Tribünen: 62.000 Zuschauer beim vierten Saisonlauf der WEC

Porsche hat die Deutschland-Premiere der Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC auf dem Nürburgring gewonnen. Vor 62.000 Zuschauern (Wochenende) konnten Ex-Formel-1-Pilot Mark Webber (AUS), der Deutsche Timo Bernhard und der Neuseeländer Brendon Hartley im Porsche 919 Hybrid das sechsstündige Rennen für sich entscheiden. Bei strahlendem Sonnenschein lag das Trio nach 203 Runden auf dem 5,137 km langen Grand-Prix-Kurs in der Eifel eine Runde vor ihren Markenkollegen Romain Dumas (FRA), Neel Jani (SUI) und Marc Lieb (GER). Das Porsche-Werksteam bestätigte damit beim vierten Saisonlauf der FIA World Endurance Championship (WEC) den Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und verhinderte die Revanche von Titelverteidiger Toyota und Le-Mans-Dauersieger Audi. Der dritte Platz am Nürburgring ging an den Audi R18 e-tron quattro von Marcel Fässler (SUI), André Lotterer (GER) und Benoit Tréluyer (FRA).

An ihren Siegambitionen ließen die schwäbischen Le-Mans-Prototypen von Beginn an keinen Zweifel. Von der Pole-Position aus setzten sich Dumas, Jani und Lieb im Porsche 919 Hybrid mit der #18 vor das Schwesterfahrzeug #17 von Bernhard, Webber und Hartley. Die Führenden handelten sich zwischenzeitlich jedoch unter anderem durch Technikprobleme einen deutlichen Rückstand ein. Neel Jani kämpfte sich mit einer überragenden Leistung zurück und fuhr den 919 Hybrid bis auf die zweite Position nach vorne. Ihre schärfsten Verfolger waren wie bei den vorangegangenen Rennen in Silverstone, Spa-Francorchamps und Le Mans die LMP1-Hybrid-Boliden von Audi und Toyota, die jedoch am Nürburgring nicht ganz das Tempo der Le-Mans-Sieger mitgehen konnten.

Den obersten Podestplatz in der LMP2-Klasse eroberten Matthew Howson (GBR), Richard Bradley (GBR) und Nick Tandy (GBR) mit ihrem Oreca 05-Nissan. In den GT-Klassen waren Porsche und Ferrari siegreich: Richard Lietz (AUT) und Michael Christensen (DEN) gewannen für die Lokalmatadore von Manthey Racing im Porsche 911 RSR die LMGTE Pro-Kategorie. Victor Shaytar (RUS), Andrea Bertolini (ITA) und Aleksey Basov (RUS) siegten im Ferrari F458 Italia in der LMGTE Am.

Vielfältige Aktionen begeisterten die Fans
Das Porsche-Team setzte mit seinem ersten Sieg beim Sechs-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring eine lange Tradition fort. 1984 gewannen Stefan Bellof / Derek Bell im Porsche 956 den Lauf der Sportwagen-WM auf der Nordschleife. Für den Nürburgring bedeutete der erste Auftritt der WEC den Höhepunkt der aktuellen Saison, der viele Zuschauer in die Eifel lockte und in der Region für viel Betrieb und ausgebuchte Hotels sorgte. An der Rennstrecke begeisterten Fahrer und Teams mit vielfältigen Fan-Aktivitäten: So war die Boxengasse bei Pitwalks und Autogrammstunde ebenso dicht bevölkert wie der ring°boulevard mit den Ausstellungen der Hersteller und der WEC-Fanzone. Für einen emotionalen Moment sorgte Musicaldarstellerin Sarah Schiffer, die unmittelbar vor dem Start der Einführungsrunde die deutsche Nationalhymne sang.


Le-Mans Sieger Porsche feierte auch beim Heimrennen auf dem Nürburgring einen Doppelerfolg vor Audi.

 


Beim Pitwalk in der Boxengasse der Le-Mans-Prototypen kamen die Fans auf dem Nürburgring voll auf ihre Kosten.

 

Text und Fotos: WEC (Pro Motion GmbH)